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Profis // Mittwoch, 10.07.2019

"Das komplette Paket hat mich überzeugt"

Wayne Simpson soll in der kommenden Saison eine tragende Rolle beim ERC Ingolstadt einnehmen. Nach seiner Vertragsunterschrift haben wir uns per Telefon mit dem US-Amerikaner unterhalten. Im Willkommens-Interview spricht der 29-jährige unter anderem über seinen Wechsel nach "Good old Germany" und bekannte Gesichter.

 

Wayne, zunächt einmal herzlich willkommen beim ERC Ingolstadt. Wo erwischen wir dich denn gerade?

"Ich bin gerade unterwegs und mache eine kleine Reise durch Kanada."

Ingolstadt wird für dich deine erste Station außerhalb Nordamerikas. Was weißt du denn bisher über Deutschland und Ingolstadt?

"Bisher war ich noch nie in Deutschland, aber ich habe einige Freunde, die dort gespielt haben oder immer noch spielen. Die habe ich natürlich gefragt und sie hatten mir wirklich viele gute Dinge zu erzählen. Über Ingolstadt weiß ich, dass Audi eine wichtige Rolle in der Stadt spielt. Es ist toll, dass ich nun die Möglichkeit bekomme, hier zu spielen und ich freue mich auf die kommende Saison."

Mike Collins hat uns erzählt, dass du dich bei ihm informiert hast. Wie lange kennt ihr euch bereits?

"Wir sind beide aus dem Bundesstaat Massachusetts, daher sind wir uns schon früh über den Weg gelaufen. Im College haben wir dann auch einige Spiele gegeneinander bestritten. Es ist gut, jemanden im Team zu haben, der aus der gleichen Region kommt, wie man selbst."

Aus deiner AHL-Vergangenheit kennst du noch einen weiteren ERC-Profi. Zusammen mit Brett Olson hast du in Portland gespielt. Seid ihr über die Jahre in Kontakt geblieben?

"Ja, ein bisschen. Zuletzt habe ich ihn angerufen, als sich angedeutet hat, dass ich hier landen könnte. Wir haben ein bisschen gesprochen und es war schön zu hören, wie es ihm ergangen ist. Er war schon damals ein super Spieler und toller Teamkollege. Noch ein weiteres bekanntes Gesicht zu sehen, wenn ich hier ankomme, ist natürlich nie verkehrt."

Du hast in den vergangenen Jahren immer um deine NHL-Chance gekämpft. Warum hast du dich jetzt für den Schritt nach Europa entschieden?

"Ich habe viel Gutes über Europa und Deutschland im Speziellen gehört. Als sich mir jetzt die Möglichkeit bot, dachte ich mir: Du hattest eine gute Karriere in Nordamerika, aber jetzt ist es an der Zeit, diesen Schritt zu gehen."

Was hat dich denn letztlich überzeugt, den ERC als deinen ersten Club in Europa zu wählen?

"Ingolstadt soll eine schöne Stadt und die Region sehr lebenswert für meine Verlobte und mich sein. Dazu haben wir ein gutes Team zusammen. Es ist also das komplette Paket, dass mich überzeugt hat. Wie gesagt, habe ich mit einigen Spielern gesprochen und Larry (Mitchell; Anm. d. Autors) hat mir natürlich einiges erzählt. Die Fangemeinde in Deutschland - und Ingolstadt im Speziellen - soll sehr gut sein und ich freue mich darauf, bei so einer stimmungsvollen Atmosphäre zu spielen."

Larry Mitchell stand ja bereits seit einigen Jahren mit dir in Kontakt. Wie wichtig sind solche persönlichen Beziehungen, wenn es darum geht, zu entscheiden, wo man in der nächsten Saison spielt?

"Ich vertraue ihm. Larry war sehr beharrlich, hat sich immer um mich bemüht und meinen Weg verfolgt. Er war stets ehrlich zu mir und wollte immer, dass ich die für mich beste Entscheidung treffe. Und er war der Meinung, dass Ingolstadt ein guter Ort für mich wäre, wenn ich mich mal dazu entscheiden sollte, nach Europa zu kommen. Jetzt hat das Timing einfach gepasst und schließlich bin auch ich nun zu dieser Überzeugung gekommen. Es wird jetzt eine neue Erfahrung für mich. Ich will von Beginn an voll da sein und das Eishockey, das hier gespielt wird sowie die ganze Region kennenlernen."

Wie würdest du dich selbst einerseits als Spieler, andererseits als Person neben dem Eis beschreiben?

"Ich würde sagen, dass ich bisher ich in meiner Karriere eher der Passgeber war. Allgemein habe ich immer versucht, an meiner Konstanz zu arbeiten und über die Jahre ein stabiler, beständiger Akteur zu sein. Ich denke, dass ich ein vielseitiger Spieler bin, der seine Offensivstärke bewiesen hat und defensiv seine Pflichten erfüllt. Ansonsten würde ich mich als interessierten Mensch beschreiben. Ich versuche immer, mich zu beschäftigen und ein bisschen aus meiner Komfortzone herauszukommen."

 

 

 

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