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Profis, Nationalmannschaft // Donnerstag, 18.08.2016

Thomson mit Japan zu Gast

Greg Thomson ist zurück in Ingolstadt – vorübergehend. Der frühere Panther-Coach (2007-2011, Co- und Cheftrainer) trainiert nun die japanische Nationalmannschaft, die in diesen Tagen in der Saturn Arena trainiert. Auf den Trainingstrikots der Spieler findet sich auf der Rückseite ein „Respect“-Aufnäher, die eher schmächtigen Spieler absolvieren die Einheiten mit guter Geschwindigkeit. Danach hat Thomson Zeit für ein Interview.

Greg, willkommen in Ingolstadt. Was hat den Ausschlag gegeben, dass Sie mit Team Japan in der Saturn Arena trainieren?
Thomson: Ingolstadt bietet uns optimale Bedingungen für die Vorbereitung an. Wir spielen am Wochenende den Gäuboden Cup in Straubing, also in der Nähe. In der Saturn Arena können wir vier Tage gut trainieren. Das Hotel ist direkt neben dem Stadion… Optimal.

Haben Sie sich, zurück in Ingolstadt, in der Stadt umgesehen? Was hat sich verändert?
Thomson: (lacht) Es ist nach wie vor eine sehr schöne Stadt.

Wo spielt sich Ihr Leben ab? Sind Sie für Ihren Job nun nach Japan gezogen?
Thomson: Nein, ich pendle immer zwischen Deutschland und Japan. Das heißt, in der Hauptsaison zwischen August und April bin ich immer sechs Wochen hier, sechs Wochen da.

Zurück zum Trainingslager in Ingolstadt: Wie viele Einheiten pro Tag absolvieren Sie hier mit Ihrer Mannschaft?
Thomson: Es ist ein langer Flug von Japan bis Deutschland. Das heißt, die ersten ein, zwei Tage muss man ein bisschen vorsichtig sein mit den Jungs wegen Jet-Lag und all dem. Am ersten Tag, Montag, haben wir zwei Einheiten gehabt. Dienstag nur ein Eistraining. Am Mittwoch, gestern, ein Eistraining und ein Torwarttraining.

Wie funktioniert die Kommunikation?
Thomson: Ich habe einen Dolmetscher. Ein Drittel der Mannschaft kann Englisch, zwei Drittel nicht. Das ist schon ein schwerer Punkt.

Wie funktioniert es mit dem Eishockey? Welche Besonderheiten hat das japanische Eishockey?
Thomson: Es ist eine gute Sache: Japaner sind sehr diszipliniert. Manchmal sind sie es aber zu sehr. Sie machen alles genau wie du sagst, manchmal muss man aber in unserer schnellen Sportart aber schnelle, eigene Entscheidungen treffen, eigene Ideen einbringen. Wir machen zum Beispiel darum viele spielähnliche Übungen. Es macht auf jeden Fall Spaß mit den Jungs. Sie sind willig und wollen lernen.

Im Olympia-Qualifikationsturnier treffen Sie mit Japan auf Deutschland. Bundestrainer Marco Sturm kündigte bereits an, Ihr Team in Ingolstadt und Straubing zu beobachten. Auf was kann er sich denn bei der japanischen Mannschaft einstellen?
Thomson: Wir wissen, dass wir krasser Außenseiter sind. Wir werden trotzdem unser Bestes geben, so dass wir zumindest ein Spiel gewinnen können. In diesen kleinen Turnieren mit drei Spielen kommt es auf die Tagesform an, auf die Schiedsrichterleistung und und und… in diesen Turnieren kann alles passieren.

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