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Saison 2019/2020

Profis // Montag, 21.10.2019

Olvers Jubiläum

Beim 3:0-Erfolg am Freitag in Iserlohn feierte Darin Olver sein Jubiläum und absolvierte sein 600. DEL-SPiel. Beim gestirgen heimderby gegen Straubing wurde der 34-Jährige vor dem Spiel von Sportdirektor Larry Mitchell mit einem Trikot dafür geehrt.

Im Interview blickt der Center auf seine inzwischen über ein Jahrezehnt lange Karriere in Deutschland zurück.

Dieses erschien in ähnlicher Form auch im "ERC-Express".

Darin, wenn dir vor zwölf Jahren, als du nach Deutschland kamst, jemand gesagt hätte, dass du einmal 600 Spiele in der DEL machen würdest – was hättest du ihm geantwortet?

Das sind natürlich eine Menge Spiele, aber wenn man nach Nordamerika schaut - mit über 80 Spielen pro Saison - dann relativiert sich das auch wieder ein bisschen. Und Spieler wie Lüdemann und Köppchen, die über 1000 Spiele gemacht haben, zu denen blickt man schon auf. Trotzdem sind 600 natürlich viel. Es ist eine Ehre, schon so lange hier zu spielen. Aber es ist trotzdem noch Luft nach oben. (grinst)

Was waren denn deine Pläne und Erwartungen, als du 2007 nach Deutschland kamst?

Der Plan war nicht, so lange hier zu bleiben. Ich wollte eigentlich für ein paar Jahre rüberkommen und dann wieder zuhause weiterspielen. Aber mir und meiner Frau, die damals noch meine Freundin war, hat es hier sehr gefallen. Wir genießen unsere Zeit und das Leben in Deutschland. Als ich mit 22 Jahren herkam, hatte ich keine großen Erwartungen. Ich kam frisch aus dem College, wollte einfach Eishockey spielen und etwas anderes erleben als in Nordamerika.

Du bist 2004 im NHL-Draft bereits an 36. Stelle von den New York Rangers gezogen worden. Trotzdem bist du direkt nach dem College nach Bremerhaven in die zweite Liga gewechselt. Wie kam es dazu?

Die Rangers wollten mich nicht unter Vertrag nehmen, als ich aus dem College kam. Ich wollte dann für ein paar Jahre nach Europa kommen und hatte ursprünglich nicht vor, meine gesamte Profi-Karriere hier zu verbringen. Aber so ist es letztlich gekommen und damit bin ich auch glücklich.

Hattest du beispielsweise nach deinen zwei überragenden Spielzeiten mit Augsburg mal das Angebot, es nochmal in Nordamerika bzw. der NHL zu probieren?

Ich hatte nicht das Gefühl, dass es das wert gewesen wäre, dort dann vielleicht von Stadt zu Stadt ziehen zu müssen. Ich hatte mich in meiner Zeit in Augsburg etabliert und dann die Gelegenheit, in Berlin zu spielen. Dort war ich sechs Jahre lang. Meine Frau und ich haben nie einen Grund gesehen zu gehen. Deutschland ist ein tolles Land, um eine Familie zu gründen und seine Kinder großzuziehen. Hier bin ich viel zu Hause. Wir spielen maximal ein oder zwei Auswärtsspiele pro Woche. In Nordamerika bist du teilweise zwei Wochen auf Roadtrips. Aus Sicht der Familie ist das hier natürlich viel besser.

Unser heutiger Gegner Straubing war deine erste DEL-Station, würdest du das im Rückblick als „Lehrjahr“ bezeichnen?

Absolut. Ich habe mich kurz nach dem Saisonstart am Knie verletzt und war fast drei Monate raus. Aber das Tempo und die Körperlichkeit waren schon ein großer Unterschied zur zweiten Liga.

Du bist dann nach Augsburg gewechselt und dort förmlich „explodiert“.

Larry hat mich mit guten Spielern zusammenspielen lassen. Er hat mir vertraut und mich lernen lassen, wie man erfolgreich spielt.

Wenn du nach zwölf Jahren DEL einen Spieler wählen müsstest: Wer war der Beste, mit dem du zusammengespielt hast?

Sicherlich Barry Tallackson. Er war groß, konnte skaten und hatte einen super Schuss. Mit ihm hatte ich die beste Chemie und den meisten Erfolg.

 

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