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Profis // Samstag, 08.06.2019

Hans Detsch im Interview

Seit 1. Juni ist Hans Detsch ein Ingolstädter. Wir haben uns am Freitag mit unserem Neuzugang getroffen und ein wenig mit ihm geplaudert...

Hans, erste Frage: Was hat dich zum Wechsel nach Ingolstadt bewogen?

Ich bin jetzt 25 Jahre alt, war die letzten fünf Jahre in Augsburg. Es war an der Zeit, eine neue Herausforderung zu suchen, zu finden und dann hoffentlich auch zu meistern. Ingolstadt ist ein Club, der immer oben mitspielt und da freue ich mich jetzt drauf.

Beschreib dich doch mal ein bisschen selber, deine Stärken und Schwächen…

Was heißt „Stärken und Schwächen“ – ich versuche, meinem Team zu helfen, Spaß zu haben, bin jemand, der dahin geht, wo’s weh tut und hab da auch kein Problem mit und ansonsten nehme ich die Rolle an, die mir zugewiesen wird. Und abseits des Eises: ich bin ein recht offener Typ und kann mit jedem Menschen gut zurechtkommen. In der Kabine finde ich es wichtig, dass wir immer gute Stimmung haben, auch wenn man mal zwei oder drei Spiele hintereinander verliert. Dass man das Ziel im Auge behält und immer gut drauf ist. Weil, was bringt es denn, wenn das ganze Team schlecht drauf ist. Ich finde im Übrigen, in einem Eishockeyteam ist es nicht schwierig, gute Stimmung zu haben. Das sind alles super Jungs, jeder gibt seinen Teil dazu und ich für mich, ja, ich bin immer gut drauf.

Mit Augsburg habt ihr ja letztes Jahr zu den Überraschungsmannschaften gehört, was wir in Ingolstadt natürlich nicht so gern gesehen haben. Was hat es ausgemacht, dass ihr so ein gutes Team wart?

Wir hatten zwei richtig starke Torhüter. Die haben uns auch, wenn wir nicht überragen gespielt haben, im Spiel gehalten. Wir haben zum System gehalten,  zusammen gehalten und vielleicht das eine oder andere Mal mehr Glück gehabt, als man sonst hat.

So was Ähnliches passiert ja derzeit in der NHL mit den St. Louis Blues. Schaust du das Stanley-Cup-Finale oder NHL überhaupt an?

NHL schaue ich an, solange Dallas spielt, denn da spielt mein Lieblingsspieler. Aber jetzt schaue ich mir nur die Highlights an. Ich stehe nicht extra um zwei Uhr in der Nacht auf. Nur wenn es ein Spiel 7 gibt, dann überlege ich mir das vielleicht.

Zurück zu dir: Bist du denn schon umgezogen nach Ingolstadt?

Ja, seit Sonntag wohne ich hier. Und meine Freundin wohnt noch bis 1. Juli in Augsburg, dann kommt sie auch her.

Dann brauchen wir nicht fragen, ob du dich schon eingelebt hast hier, oder?

Ach, wobei, ich bin schon viel unterwegs gewesen in der Woche. Zum Beispiel fahre ich die DNL-Jungs, die derzeit bei uns mit trainieren und mit dem Bus fahren müssen, nach dem Training nach Hause, damit ich ein bisschen was von der Stadt sehe und a bissl ohne Navi zu Recht komme. Also, zum Stadion und in die Stadt und zu den Trainings, das klappt schon ganz gut ohne Navi.

Was hast denn schon gesehen von der Stadt?

Die Innenstadt. Außerdem waren wir am Auwaldsee beim Baden, die beiden Trainingshallen und am Donaustrand war ich schon, der macht auch einen ganz sympathischen Eindruck.  Jetzt bin ich noch auf der Suche nach einem Fahrrad, da ich nicht alles mit dem Auto fahren möchte, aber da wurde ich noch nicht fündig.

Stichwort Trainingshallen – wie läuft das Sommertraining?

Ganz gut. Macht Spaß mit den Jungs. Sind neue Übungen dabei, die ich noch nie gemacht habe. Jeder ist motiviert und es wird richtig hart gearbeitet.

Derzeit sind ja etwa zehn Spieler im Sommertraining in Ingolstadt. Habt ihr euch schon ein bisschen kennenlernen können?

Den einen oder anderen kannte ich auch davor schon. Ob es aus den Begegnungen in der DEL oder aus dem Nachwuchs. Aber wie gesagt, das sind super Jungs und da fällt es nicht schwer, sich schnell einzuleben.

Apropos schwerfallen – nun hast du ja nach fünf Jahren in Augsburg die Panther gewechselt. Wie schwer ist das, nicht mehr A… zu sagen, sondern sich an Ingolstadt zu gewöhnen?

Ja, das ist am Anfang tatsächlich schwierig. Ich muss auch immer aufpassen, dass wenn wir über Augsburg reden, dass ich nicht mehr „wir“ sage. Das ist ja jetzt nicht mehr „wir“, sondern „die Augsburger“.  Aber da komm ich schon noch rein, denn gerade bei Augsburg muss man hier ja ein bisschen aufpassen (lacht).

Die Erfahrung musstest du ja gerade in den sozialen Medien bereits machen. Wie nimmst du das wahr, wenn sich einige Fans bei Instagram über den Neuzugang Hans Detsch ein wenig lustig machen?

Ehrlichgesagt lese ich das gar nicht. Ich nehme es natürlich wahr, aber wirklich beschäftigen tu ich mich damit nicht. Natürlich darf jeder seine Meinung haben und die eine ist mir wichtiger und die andere weniger.  Viel Wert lege ich zum Beispiel auf die Meinung des Trainers. Solange der mit mir zufrieden ist, bin ich auch zufrieden. Das ist für mich das Wichtigste.

Wie man bei Instagram sieht, hast du deine Klamotten schon auf Ingolstadt umgestellt. Wie kommt es zu dieser Marke?

Die Sachen sind von einem Kumpel aus Augsburg. Der hatte angefangen mit AUX-Caps und die fand ich ganz cool und dann haben wir die ganze Mannschaft damit ausgestattet. Und dann ging das weiter mit T-Shirts und so. Und als ich jetzt im Urlaub in Mexiko war und er das mit Ingolstadt gelesen hat, hat er sich gleich drangesetzt und mir Vorschläge geschickt, was ich geil finde und sofort angefangen zu produzieren. Ich finde das ganz lustig eigentlich. Mir gefallen die Sachen.

Das Mannschaftstraining beginnt Anfang August. Das ist ja noch ein Weilchen. Was hast du geplant bis dahin?

Nicht mehr viel eigentlich. Mitte Juli fahre ich nochmal zum Gardasee mit der Familie und ansonsten kommt ja dann meine Freundin, wir wollen uns ein wenig einleben und dann geht’s ja auch schon los.

Zu guter Letzt: ihr seid letztes Jahr ziemlich weit gekommen. Was ist dein Saisonziel für dieses Jahr beim ERC? Auch für dich ganz persönlich?

Also persönlich möchte ich mich natürlich weiterentwickeln und so viel Eiszeit bekommen, wie ich kriegen kann und dem Team helfen. Und wie vorhin schon angesprochen – Ingolstadt ist immer ein Anwärter auf die Top 6, wenn nicht sogar noch mehr und wenn man erstmal in den Playoffs ist, dann ist alles möglich.

Ein würdiges Schlusswort. Wir wünschen dir eine gute Vorbereitung jetzt über den Sommer und dir und deiner Freundin einen guten Start hier in Ingolstadt.

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