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Profis, Nationalmannschaft // Sonntag, 11.03.2018

Arnold: "Besonderer Moment für das deutsche Eishockey."

Gold für unsere olympischen „Silber-Helden“: Ganz im Zeichen des größten deutschen Eishockey-Triumphes aller Zeiten und der Ehrungen der „Spieler des Jahres“ in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) stand die 6. EISHOCKEY GALA in Straubing.
Unmittelbar bevor Keith Aucoin (EHC Red Bull München) erstmals die Ehrung zum „Spieler des Jahres“ aus den Händen von DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke in Empfang nehmen konnte, hatten sich die anwesenden Mitglieder der Silber-Mannschaft von Pyeongchang und Bundestrainer Marco Sturm im Goldenen Buch der Stadt Straubing verewigt.

„Das ist ein ganz besonderer Moment für das deutsche Eishockey“, sagte DEL-Aufsichtsratschef Jürgen Arnold, der „noch ganz unter dem Eindruck der Wahnsinns-Leistung unserer Jungs in Südkorea“ stand. DEB-Präsident Franz Reindl, der 1976 zum deutschen Team gehörte, das in Innsbruck Bronze holte: „Man kann diese Leistung nicht hoch genug einschätzen, einfach überragend. Ich bin so stolz auf unsere Silbermedaillengewinner. Das war eine großartige Initialzündung für unseren Sport.“

Bei den anschließenden Ehrungen der „Spieler des Jahres“ in der DEL – gemeinsam mit der Fachzeitschrift Eishockey NEWS bei den Trainern und Managern aller 14 DEL-Clubs sowie den Experten von Telekom Sport durchgeführt – sahnte der EHC Red Bull München groß ab. Neben Keith Aucoin als Sieger in den Kategorien „Stürmer“ und „Spieler des Jahres“ stellten die Red Bulls in Yannic Seidenberg auch den „Verteidiger des Jahres“.

Keith Aucoin sammelte in dieser Saison 64 Scorerpunkte, 53 davon durch Assists, und führt das DEL-Ranking deutlich an. „Das war schon immer mein Spiel. Meine Eltern haben immer gesagt, ich solle nicht eigensinnig sein und zuerst den Pass suchen, bevor ich schieße. Ich habe ihnen viel zu verdanken. Die Wahl zum Spieler des Jahres ist natürlich eine große Ehre für mich“, so der mit 39 Jahren älteste Spieler im Kader der Red Bulls.

Als „Verteidiger des Jahres“ trat Yannic Seidenberg in die Fußstapfen seines Teamkameraden Konrad Abeltshauser. Der 34-Jährige verbuchte in 50 Liga-Spielen acht Tore und 26 Vorlagen.

Bei der Wahl zum „Torhüter des Jahres“ führte kein Weg an Dustin Strahlmeier vorbei. Der Keeper der Schwenninger Wild Wings war der sichere Rückhalt seines Teams und einer der Gründe für den Einzug der Wild Wings in die DEL-Playoffs erstmals nach 22 Jahren. In 43 Spielen feierte er 21 Siege, bei einem Gegentorschnitt von 2,34 und einer Fangquote von 92,74 Prozent.
„Ich freue mich sehr über die Auszeichnung und nehme den Award stellvertretend für mein Team an, denn ohne die Mannschaft wäre ich gar nicht in der Lage, so gut zu spielen", sagte Strahlmeier.

Zu den Entdeckungen der Saison gehörte Phil Hungerecker von den Adler Mannheim, der zum „Rookie des Jahres“ gekürt wurde. „Das ist eine tolle Auszeichnung und eine ganz besondere Ehre für mich. Vor allem, wenn ich daran denke, dass ich vor zwei Jahren noch in der Oberliga Nord gespielt habe. Mein besonderer Dank gilt dabei meinen Mitspielern, ohne die ich diese Auszeichnung nicht erhalten hätte“, sagte Hungerecker.

Erstmals unter den Gewinnern ist auch Thomas Popiesch, der den Titel „Trainer des Jahres“ einheimste. Der Chefcoach der Fischtown Pinguins Bremerhaven führte die Nordsee-Städter zum zweiten Mal in Folge in die DEL-Playoffs.
„Die Auszeichnung ist eine große Ehre für mich, den Club und die Stadt Bremerhaven. Ich bin sehr stolz darauf“, sagte Popiesch.

Den Preis als Hauptrundensieger konnte sich zum dritten Mal in Folge der EHC Red Bull München sichern. Es handelte sich dabei um einen Scheck in Höhe von 5.000 Euro für ein Fan-Projekt. Überreicht wurde dieser vom DEL-Medienpartner Telekom, der auch in diesem Jahr alle Playoff-Spiele live bei TELEKOM SPORT überträgt.

Über 10.000 Euro konnten sich erneut die Schwenninger Wild Wings als Sieger der von DEL-Premiumpartner Covestro präsentierten „Robert-Müller-Fair-Play-Trophy“ freuen. Das Geld kommt der Schwenninger Nachwuchs-Arbeit zu Gute.
Matthias Poth, Leiter Unternehmenskommunikation bei Covestro: „Wir gratulieren den Schwenninger Wild Wings zum erneuten Gewinn der Robert-Müller-Fairplay-Trophy. Fairness in Verbindung mit Nachwuchsförderung zählen bei Covestro zu den Leitlinien innerhalb des Unternehmens. Daher freuen wir uns sehr, dass wir diesen Preis im Rahmen der Partnerschaft mit der DEL präsentieren dürfen.“

Im Rahmen der EISHOCKEY GALA wurden zudem verdienstvolle Persönlichkeiten in die „Hall of Fame des deutschen Eishockeys“ aufgenommen. In diesem Jahr waren dies der aktuelle Trainer der Düsseldorfer EG, Tobias Abstreiter und Robert Hock. Abstreiter (47) bestritt 48 Länderspiele und 603 Begegnungen in der DEL, Hock erzielte in 826 DEL-Spielen 234 Tore.

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