Profis // Sonntag, 26.07.2026
"Auswärtsteams haben es hier schwer"
In der kommenden Woche kommt Nico Appendino in seine neue sportliche Heimat Ingolstadt. Wir haben mit dem Verteidiger-Neuzugang über den Sommer, seinen zwischenzeitlichen Abschied aus der DEL und seine Eindrücke als Gegner in der SATURN-Arena gesprochen.
Nico, wie verbringst du aktuell die letzten Tage der Sommerpause?
„Kommenden Mittwoch sind die ersten Termine in Ingolstadt. Bis dahin verbringe ich die Zeit noch bei meiner Familie in Berlin. Ich bin zwar in Kempten geboren, dann aber früh mit meiner Mutter nach Berlin gezogen und hier auch aufgewachsen.“
Wie sehen bei dir die Tage im Sommer allgemein aus? Was machst du abseits des Trainings gerne?
„Nach dem Aufstehen gibt’s bei mir meistens nur einen Kaffee und eine Kleinigkeit zu trinken, bevor ich zum Training gehe. Anschließend frühstücke ich dann. Nachmittags bin ich gerne draußen unterwegs und bewege mich. Ob das Fußball, Basketball, Padel oder Bouldern ist. Oder auch mal zum Schwimmen.“
Die vergangene Saison hast du in Kaufbeuren in der DEL2 gespielt, nachdem du dich aktiv dazu entschieden hattest, Bremerhaven zu verlassen. Was waren die Beweggründe?
„Das war aus familiären Gründen. Damals kamen einige Dinge zusammen, die mich zu der Entscheidung bewegt haben. Das hatte gar nichts mit dem Team oder dem Club in Bremerhaven zu tun. Ich wollte mich einfach nach etwas anderem umschauen und habe die Entscheidung deshalb so getroffen.“
In den Playdowns habt ihr den Klassenerhalt mit Kaufbeuren verpasst. Was konntest du für dich persönlich dennoch aus der Saison mitnehmen?
„Ich durfte dort eine andere Rolle spielen und mehr Verantwortung übernehmen. Da konnte ich viel lernen, was es bedeutet, Lösungen zu finden, wenn man sich in so einer Situation befindet. Mit vielen Niederlagen umgehen zu müssen und trotzdem das Ziel vor Augen zu behalten. Am Ende hat es leider nicht für den Klassenerhalt gereicht, aber die Spielzeit und die Verantwortung haben meinen Erfahrungsschatz auf jeden Fall erweitert.“
Jetzt kommst du zum ERC, den du bisher nur als Gegner kennst. Wie hast du Ingolstadt in den vergangenen Jahren wahrgenommen?
„Die Panther waren immer eine sehr dynamische und physische Mannschaft. Vor allem die Auswärtsspiele in Ingolstadt waren immer sehr intensiv und schwer, weil die Stimmung von den Fans sehr gut und eine hitzige Atmosphäre war. Da hat man es als Auswärtsteam nicht leicht.“
Mit dem Blick auf die kommende Saison: Was hast du dir vorgenommen für deine erste Spielzeit als Panther?
„Ich möchte natürlich in erster Linie verletzungsfrei bleiben und dann so viele Spiele wie möglich machen. Deswegen habe ich mich so vorbereitet, dass ich bestmöglich dafür bereit bin.“
Auf welchen Spielertyp dürfen sich die Panther-Fans freuen? Wo siehst du deine Stärken?
„Ich würde meine Stärken im läuferischen Bereich, im Stellungsspiel sowie im Spielverständnis sehen. Damit kann ich auch die paar Defizite, die ich bei der Größe vielleicht habe, ausgleichen. (grinst)
Als einer der immer noch wenigen Profis hast du mit Vollvisier gespielt. Gab es dafür einen bestimmten Auslöser?
„In München hatte ich mir damals relativ spät in der Saison den Kiefer gebrochen, dann habe ich das Vollvisier einfach behalten. Ich bin aber zum Ende der vergangenen Spielzeit wieder auf ein Halbvisier umgestiegen und werde das auch in Ingolstadt spielen.“
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