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Profis // Sonntag, 09.05.2021

"Keiner gibt sich damit zufrieden"

Unbändige Freude, eine riesige Traube aus freudetrunkenen Panther-Profis. Gerade hatte Brandon DeFazio den ERC ins Playoff-Halbfinale geschossen. Zum ersten mal seit sechs Jahren. Das war vor etwas mehr als zwei Wochen. Nun hat der Schütze des wichtigsten Treffers der Saison und viertbester Torjäger im Team seinen Vertrag bei den Blau-Weißen verlängert. Wir haben mit dem 32-Jährigen unmittelbar nach der Unterschrift auf die abgelaufene Spielzeit zurückgeblickt und ihn zur Verlängerung befragt.

Brandon, du hast deinen Vertrag bei den Panthern verlängert. Welche Gründe haben letztlich dafür gesprochen, hier zu bleiben?

Ehrlich gesagt, war es wahrscheinlich die leichteste Entscheidung, die ich in meiner Karriere je fällen musste. Meine Familie und ich haben uns hier sofort heimisch gefühlt und das war einfach eine tolle Erfahrung. Dazu kommt, dass man natürlich jetzt die Organisation schon kennt und wir eine tolle Saison gespielt haben. Es war also eine wirklich einfache Entscheidung und wir freuen uns sehr darauf, wieder zurückzukommen.

Viele Jungs aus der Mannschaft werden auch in der kommenden Saison noch bei uns sein. Siehst du eine gute Basis, um an der abgelaufenen Spielzeit anzuknüpfen?

Absolut. Das war ebenfalls ein Punkt, der in meine Entscheidung eingeflossen ist. Der Großteil der Mannschaft bleibt zusammen. Wir kennen uns nun schon genau. Das hatten wir zu Beginn des Jahres aufgrund der vielen Neuzugänge nicht. Es war ein Prozess für uns, uns kennenzulernen und das System zu verinnerlichen. Wir verstehen uns neben dem Eis alle gut, die Familien kennen sich und vor diesem Hintergrund denke ich, dass wir in der kommenden Saison noch besser sein können.

Lass uns nochmal auf die Saison zurückblicken. Du hast das ja in deinem emotionalen TV-Interview bei Magenta Sport nach dem Sieg im Viertelfinale schon kurz gemacht. Wie würdest du diese außergewöhnliche Spielzeit 200/21 zusammenfassen?

Ich denke, dieses Interview hat wirklich ganz gut gezeigt, wie ich mich gefühlt habe. Für unsere Familien und unser Team war es schon ein hartes Jahr. Die unzähligen Tests und dass wir abseits der Eishalle keine sozialen Kontakte haben konnten. Aber um nochmal zu besagtem Interview zurückzukommen: Die Familien haben super mitgezogen. Die Frauen und Freundinnen hatten keine Gelegenheit, sich in der Gruppe zu treffen, Geselligkeit zu erleben oder einfach nur in ein Restaurant zu gehen. Diese Serie zu gewinnen und die große Freude bei allen zu sehen, waren diese Umstände wert.

Du hast den Overtime-Winner gegen München, das emotionalste und wichtigste Tor des Jahres, geschossen. Nimm uns nochmal mit in die Momente danach.

Das war verrückt. Es ist unbeschreiblich, welche Emotionen man hat, wenn man solch einen Erfolg mit dem Team erlebt. Danach in die Kabine zu kommen und zu sehen, wie glücklich die Jungs waren – vor allem diejenigen, die schon länger hier sind – das war ein großartiger Moment für jeden. Als ich nach Hause kam und meine Frau genauso glücklich sah, war es unbeschreiblich schön. Sie hat hinter den Kulissen viel dafür getan und dementsprechend auch eine Rolle dabei gespielt, dieses Ziel erreichen zu können.

Mit 14 Treffern warst du viertbester Torjäger der Panther in der abgelaufenen Saison. Wie zufrieden bist du mit deiner eigenen Leistung?

Alles in allem war es ganz gut. Dennoch denke, ich dass ich noch besser sein kann. Wenn wir als Team den nächsten Schritt machen, glaube ich, ist für jeden noch Luft nach oben. So wie ich die Jungs kenne, gibt sich keiner damit zufrieden, wo wir jetzt sind. Jeder wird im Sommer dafür trainieren, um noch besser zu werden und dann gemeinsam den nächsten Schritt zu machen.

Für dich ging es am Freitag nach Kanada zurück. Was sind deine Pläne für die Zeit daheim?

Wir müssen zuerst die 14-tägige Quarantäne hinter uns bringen und dann wollen wir Zeit mit der Familie verbringen. Schließlich haben wir sie fünf oder sechs Monate lang nicht gesehen. Die Großeltern freuen sich sehr darauf, ihre Enkelin endlich wiederzusehen. Sie ist zwei Jahre alt und in diesem Alter wachsen sie so schnell. Darauf freuen wir uns, Zeit mit ihnen zu verbringen.

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