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Profis // Dienstag, 01.12.2020

"Ich will Verantwortung übernehmen"

Am 19. November beim 1:6 seines alten Teams Dinamo Riga beim russischen Traditionsteam Dynamo Moskau hat Neuzugang Morgan Ellis sein bislang letztes Spiel absolviert und ist damit der Profi im ERC-Kader, der bereits am meisten im Rhythmus ist. Nach seiner Ankunft in Ingolstadt befindet sich der 28-Jährige Kanadier aktuell noch in Quarantäne, bevor er sich seinen neuen Teamkollegen vorstellen und ins Mannschaftstraining einsteigen kann. Wir haben uns mit dem Kanadier unterhalten und daraus ein Willkommens-Interviews gestrickt. Darin erzählt

Morgan, willkommen in Ingolstadt. Aktuell bist du noch in Quarantäne, nachdem du aus Riga angereist bist. Wie vertreibst du dir die Zeit?

Ja, ich habe zuletzt ja in der russisch dominierten KHL gespielt und dort gibt es derzeit viele Corona-Fälle. Auch ich war vor ungefähr zwei Monaten bereits infiziert. Ich hatte aber zum Glück keine Symptome und konnte nach negativen Tests relativ schnell wieder zurück zur Mannschaft. Fast unser ganzes Team war im Lauf der Zeit mal positiv. Ich wurde jetzt bei der Einreise am Flughafen getestet und muss nun meine Quarantäne absolvieren. Ich werde mein ganzes Zeug auspacken, mich einrichten und einfach ein wenig entspannen.

Kennst du schon einige deiner neuen Teamkollegen?

Ich kenne bisher keinen persönlich, aber es gibt natürlich viele Spieler, gegen die ich in Deutschland, Schweden und der KHL letztes Jahr gespielt habe. In einer Eishockey-Kabine findet man sich relativ einfach zurecht. Man braucht nicht lange, um sich kennenzulernen.

In der Saison 2018/19 hast du in Köln gespielt. Welche Erinnerungen hast du an dein erstes Jahr in Deutschland?

Ich habe tolle Erfahrungen gemacht, wir hatten eine tolle Mannschaft mit super Typen. Ich hatte in dieser Zeit mein bislang einziges Outdoor-Spiel vor über 40.000 Zuschauern. Das waren schon tolle Erlebnisse.

Der ERC Ingolstadt ist wahrscheinlich das Team, das du in Deutschland am zweitbesten kennst. Immerhin hast du elf Mal gegen die Panther gespielt (inklusive der Playoff-Serie). Wie hast du die Duelle mit dem ERC in Erinnerung?

Das stimmt, wir haben oft gegeneinander gespielt und es war wirklich eine verrückte Playoff-Serie. Der ERC hatte damals ein super Team mit starker Offensive. Es ging in der Serie hin und her und es hat viel Spaß gemacht. Ingolstadt war damals jedenfalls immer ein harter Gegner. Aus damaliger Perspektive konnten wir den 3:1-Rückstand in der Serie glücklicherweise noch drehen und die Serie für uns entscheiden. (lacht)

Nach deiner Zeit in der KHL, wie würdest du die Liga und die ganze Umgebung mit Deutschland vergleichen?

Es ist in der KHL viel mehr Reisestress, weil man alle drei, vier Tage spielt. Man fliegt überall hin und sie schauen schon, dass du es gut hast. Manche Städte sind schöner als andere, auch wenn man nicht so viel davon sieht. In Deutschland hast du weniger Reisen und kurze Reisen per Bus. Man hat mehr Zeit zuhause mit der Familie und das Umfeld ist familiärer. Das spricht mich deutlich mehr an. Ich bin zwar noch nicht allzu alt, aber das ist mir schon sehr wichtig.

Diverse Scouting-Berichte beschreiben dich als echten Allrounder. Würdest du das so unterschreiben?

Ja, das trifft es ziemlich gut. Ich versuche, in der eigenen Zone verlässlich zu sein und Verantwortung auf dem Eis zu übernehmen. Man muss seine eigene Zone beschützen, den Puck schnell zu den Stürmern passen und dann sich in den Angriff mit einschalten. So definiere ich mein Spiel. In der offensiven Zone versuche ich, die Scheibe so oft wie möglich aufs Tor zu bringen. Ich will ein harter, unangenehmer Gegenspieler sein und den Gegner mit meiner Präsenz beeindrucken.

Du hast bereits 17 Ligaspiele und eine komplette Saisonvorbereitung hinter dir. Wie groß ist dieser Vorteil für dich, dass du bereits in gewisser Weise im Rhythmus bist?

Mit Sicherheit ist das ein Vorteil. Wir hatten eine gute Vorbereitung mit Testspielen in Finnland. Ich habe natürlich einige Spiele verpasst, bin allerdings schnell wieder reingekommen. Jetzt habe ich seit circa zehn Tagen nicht mehr gespielt, aber ich bin natürlich in einer besseren Situation als die Jungs, die noch gar nicht gespielt haben. Wenn ich nach meiner Quarantäne zurück aufs Eis gehe, wird es nicht allzu lange dauern, bis ich wieder in Form bin. Und wir haben ja noch ein wenig Zeit, bis die Saison startet. Die müssen wir so gut wie möglich nutzen.

Hast du dir schon Ziele für die anstehende, besondere Saison gesetzt?

Ich versuche einfach ein gutes Jahr zu spielen. Wir haben eine super Mannschaft zusammen. Ich will offensive und defensive meinen Teil dazu beitragen, dass wir eine erfolgreiche Saison spielen.

 

Ob Ellis am kommenden Freitag, 4. Dezember (17 Uhr) im ersten Vorbereitungsspiel der Panther gegen Straubing sein Debüt feiern kann, steht aktuell noch nicht fest. Fest steht aber, dass alle ERC-Fans die Möglichkeit haben das Match live auf SpradeTV zu sehen. Das oberbayerisch-niederbayerische Duell können Sie HIER buchen.

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