Saison 2019/2020

Profis, Tickets, Fans // Freitag, 02.10.2020

Warum wir jetzt nicht spielen...

Der ursprünglich für den 18. September geplante Beginn der Saison 2020/2021, der zunächst auf den 13. November verschoben wurde, hat nun auch keinen Bestand mehr. Ein neuer Starttermin ist für die zweite Dezemberhälfte anvisiert.

Ergänzend zur Meldung der DEL möchten wir hier einige Punkte ein wenig erläutern.
 
Auswirkungen:

Klar ist, dass wir alle – Spieler, Fans, Partner, alle Ehrenamtlichen und Mitarbeiter – wollen, dass die neue Saison endlich beginnt und in den Arenen wieder Eishockey gespielt wird. Aber für diesen Start bedarf es einer verlässlichen Perspektive auf Zuschauer. Warum? Ab dem Moment, an dem die Saison startet, hat der ERC nahezu 100%ige Ausgaben.  Die Einnahmen aus Ticketverkauf, Gastronomie und teilweise auch Sponsoring sind derzeit aber kaum seriös planbar, selbst mit dem vom Bund angekündigten Konjunkturpaket (bis zu 800.000 Euro je Club für das Jahr 2020), um das wir ja immer noch kämpfen und es somit nicht sicher einplanen können. Daher wäre ein Start mit dem jetzigen Szenario fahrlässig und existenzbedrohend, und das können und wollen wir nicht verantworten.
 
Zur Erklärung:

Derzeit sind in nationalen Ligen maximal 20% Zuschauerauslastung erlaubt – je nach Pandemielevel sogar noch weniger bis hin zu gar keinen Zuschauern. Das Ticketing ist neben dem Sponsoring aber die Haupteinnahmequelle der DEL-Clubs, hinzu kommen gerade bei uns auch die Erlöse aus der Gastronomie, die ja ebenfalls mit der Anzahl der Besucher zusammenhängen. Wenn wir nun beginnen würden, bräuchten wir also die Garantie, dass die Zuschauerkapazität im Laufe der Saison deutlich erhöht wird und der entstehende Schaden ausgeglichen werden kann. Diese Garantie wird aber in Zeiten steigender Infektionszahlen keiner geben können und wollen. Das Hygienekonzept, das wir erarbeitet haben, sieht eine Auslastung der SATURN-Arena von etwa 40% vor, kann aber aufgrund der aktuellen Verordnungen nicht angewendet werden.
 
Warum können andere Ligen wie die Handball-Bundesliga dann starten?

Die von der DEL getroffenen Maßnahmen sorgen dafür, dass wir die Kosten verhältnismäßig gering halten können, solange die Saison nicht begonnen hat. Das bringt uns in die Lage, nicht die Variante anwenden zu müssen, nun zu starten, um zu schauen, wie weit wir kommen und dann zu hoffen, dass sich die Lage zwischenzeitlich bessert. Das ist uns als Grundlage für eine seriöse Saisonplanung einfach zu wenig und würde unsere Existenz nachhaltig bedrohen.
Die DEL2 ist aufgrund geringerer Zuschauerzahlen weniger als die PENNY DEL auf Spieltagserlöse angewiesen, und deshalb haben die Mittel aus den Hilfspaketen des Bundes dort einen deutlich größeren Anteil am Gesamtbudget. Bei der Schweizer Liga sind die TV-Einnahmen deutlich höher als bei uns, außerdem dürfen sie mit einer Auslastung von bis zu 66% der Zuschauer spielen. Die österreichischen Clubs werden vom Staat nahezu vollständig abgesichert. Ein Vergleich zwischen den Ligen ist daher unseriös.
 
Wie es nun weitergeht:

Wie gesagt – wir wollen unbedingt wieder Eishockey spielen und erleben! Deshalb bleiben wir natürlich im intensiven Austausch mit der Liga und den anderen Clubs, mit der Politik, den lokalen Behörden sowie anderen Sportarten. Wir alle suchen Wege, unter Pandemie-Bedingungen eine wirtschaftlich darstellbare Saison zu organisieren. Dabei ist es wichtig, dass wir alle zusammenhalten und gemeinsam dafür kämpfen, dass es möglichst bald wieder losgeht!

Wir halten Sie weiterhin auf dem Laufenden! Danke für Ihre Unterstützung!

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