EBB - ERCI 2:3 // Dienstag, 01.11.2005
Glänzende Leistung in Berlin
In einem hochklassigen und schnellen DEL Spiel gingen die Panther bei den Eisbären Berlin als verdienter Sieger vom Eis. In der Defensive der ERC mit einer glänzenden Leistung und vorne verwerteten die Panther wieder kaltschnäuzig ihre Torchancen.Schon nach knapp zwei Minuten klingelte es im Eisbären-Kasten, der heute vom tschechischen Neuzugang Tomas Pöpperle gehütet wurde. In Überzahl (Denis Pederson / Halten) traf Ex-Eisbär Florian Keller auf Zuspiel von Chris Armstrong und Jason Holland zum schnellen 1:0 für die Panther. Im weiteren Verlauf konzentrierten sich die Ingolstädter auf eine sichere Defensive und darauf wenig Chancen zuzulassen, was ihnen auch weitgehend gelang. In einer Phase zwischen der 12. und 13. Spielminute die Panther mit einigen Chancen durch Glen Goodall, Günter Oswald und Rob Valicevic zum 2:0, doch Pöpperle stets auf dem Posten. Im Gegenzug nahm Martin Jiranek eine Strafe wegen Haltens, die sofort bestraft wurde. Hinter dem Tor passte Kelly Fairchild auf Mark Beaufait, der im Slot völlig frei lauerte und sich diese Chance nicht entgehen ließ - 1:1 (15.). Ein Break von Seven Felski sowie den darauffolgenden Nachschuss entschärfte Jimmy Waite hervorragend (17.) - eine ebenfalls große Chance zur erneuten Führung machte Tomas Pöpperle gegen Doug Ast zunichte, der freie Schussbahn aus etwa fünf, sechs Metern hatte (20).
Die erste Chance im Mittelabschnitt für die Panther durch Goodall-Flachschuss auf der Gegenseite hielt Jimmy Waite hervorragend gegen Denis Pederson (23.). Gegen Kelly Fairchild brauchte es dann schon einen Wahnsinns-Safe mit dem Schoner um den am langen Pfosten wartendenden Stürmer nicht einschießen zu lassen (25.). Auf der anderen Seite prüfte dann Florian Keller per Tipp-In wieder den Eisbären Goalie (28.). Ein Powerplay zur Halbzeit der Partie nutzen die Eisbären aber dann wieder eiskalt zur 2:1 Führung, Daniel Hilpert musste wegen Ellenbogenchecks für zwei Minuten vom Eis. Sven Felski war für seine Farben per Nachschuss erfolgreich, nachdem Fairchild einen Walser-Schuss abgefälscht hatte - zuvor hatte Doug Ast noch eine Chance in Unterzahl, aber sein Schuss sichere Beute für Pöpperle. Die direkte Antwort nur 39 Sekunden später durch Günter Oswald. Tomas Pöpperle sah bei diesem Schlagschuss aus linker Position nicht sonderlich gut aus - egal das Spiel war wieder ausgeglichen - 2:2. Dieses Tor schien die Eisbären etwas geschockt zu haben, die Panther bis zum Schluss dieses Drittels die gefährlichere Mannschaft jedoch ohne weiteren zählbaren Erfolg.
Das Powerplay war auch im letzten Drittel der Schlüssel zu Toren und dann letztendlich auch zum Sieg. Richard Müller wurde vom gut leitenden Schiedsrichter Aumüller wegen Stockschlags in die Kühlbox verbannt (44.). Doug Ast aus dem Slot und Ficenec zweimal von der blauen Linie scheiterten noch an Pöpperle, aber ein genialer Pass von Jason Holland auf Rob Valicvic, der die Scheibe wunderschön ins Tor ablenkte, führte zum 3:2 Führungstreffer. Im Anschluss die Panther höchstkonzentriert und zumeist sicher in der Defesive. Schlüsselszene im letzten Drittel war die fünf gegen drei Überzahlsituation für die Eisbären, als Martin Jiranek und Jason Holland auf der Strafbank Platz nehmen mussten. Eine Minute und 49 Sekunden waren die Berliner und Überzahl, doch die Ingolstädter warfen sich in jeden Schuss und verhinderten mit vereinten Kräften gefährliche Torchancen und letztendlich auch das Gegentor. Zum Schluss nahm Pierre Pagé zwar noch seinen Goalie vom Eis, aber gebracht hat dies letztendlich nichts mehr.
DEL, 17. Spieltag
EBB ERCI
Tore
0:1 Florian Keller (2.) PP1
1:1 Christoph Gawlik (15.) PP1
2:1 Sven Felski (31.) PP1
2:2 Günter Oswald (31.) EQ
2:3 Rob Valicevic (46.) PP1
Zuschauerzahl
4.000 Zuschauer
Schiedsrichter
HSR: Roland Aumüller
LM: Sirko Schulz
LM: Mario Linnek
Strafminuten
Berlin: 6 min.
Ingolstadt: 10 min.
Torschüsse
Berlin: 34 Torschüsse
Ingolstadt: 36 Torschüsse
Stimmen zum Spiel
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