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Profis // Dienstag, 28.03.2017

"Ich habe Ideen für den Kader im Kopf"

Kräftiger Händedruck, kurzes Grinsen, klare Worte - der neue Sportdirektor des ERC Ingolstadt, Larry Mitchell, hat sich am Dienstag Medienvertretern vorgestellt. Mitchell im Interview über...

...was ihn am Sportdirektorposten beim ERC reizte: Schon 2007 wurde ich bereits von Ingolstadt kontaktiert, die Zusammenarbeit kam aber nicht zustande, aber mein Interesse war groß und ich verfolgte das Geschehen dort weiter. Ingolstadt ist ein Club, der in nicht allzu langer Vergangenheit Erfolge gegen die großen Clubs der DEL nachweisen konnte mit einer Meisterschaft und einer Vizemeisterschaft. Auch wegen der kurzen Entfernung zu meinem Lebensmittelpunkt in Landsberg am Lech war ich sehr an der Position beim ERC interessiert. Ich wollte nach Ingolstadt.

...die Kernaufgaben in seinem neuen Amt: Der Job an sich ist neu, aber mindestens 50 Prozent der Tätigkeiten habe ich in Augsburg mehr oder weniger ausgefüllt. Es gibt sicher vieles zu bewältigen, das ist reizvoll. Gemeinsam mit Claus Gröbner, der für die wirtschaftliche Seite zuständig ist, wollen wir gemeinsam den ERC nach vorne bringen. In aller erster Linie ist man für das gesamte Sportliche verantwortlich, vom Trainer- übers Betreuerteam bis zum Spielerscouten. Ich scoute gerne und tue praktisch nichts anderes, seit ich mit Straubing ausgeschieden bin: Ich war in Österreich, bei der DNL und demnächst fliege ich für drei Wochen nach Nordamerika.

... zum Ingolstädter Weg: Es ist wichtig, junge deutsche Spieler an die Liga heranzuführen. David Elsner war meiner Meinung nach in der zweiten Saisonhälfte einer der besten Ingolstädter. Auch Fabio Wagner oder Simon Schütz muss man nennen. Wir werden weiter auf die jungen Deutschen bauen. Es spricht auch gar nichts dagegen, die Kooperation mit dem ESV Kaufbeuren fortzuführen. Das war immer eine Vorzeigekooperation in der DEL.

...zur Zusammenarbeit mit Trainer Tommy Samuelsson: Tommy und ich haben sich gestern zu einem Abendessen getroffen. Nach der Pressekonferenz gehen wir gemeinsam Mittagessen. Man kennt sich bislang als gegnerischer Trainer, aber es war mir sehr wichtig, dass wir uns gleich kennenlernen und austauschen. Das ist wertvoll.

...zur Kaderplanung: Es gibt verschiedene Varianten, zum Beispiel wie man die Ausländerpositionen verwenden könnte. Zum Beispiel, dass man zwei ausländische Verteidiger holt oder einen und dafür einen Stürmer mehr. Das sind Dinge, für die ich mir auf den Ausländerpositionen Zeit lassen werde. Ich denke, wir haben einen guten Stamm und ich habe ein paar Ideen für den Kader im Kopf, die ich noch nicht verraten werde (lacht) Gerade, was einzelne Spieler betrifft, ist Ingolstadt zum Beispiel Straubing einen Schritt voraus. Ingolstadt gehört nicht zu den kleinen Vereinen, aber auch nicht zu den großen - sondern irgendwo dazwischen. Das A und O: Wenn man die Großen ärgern will, muss man als Team auftreten und alle in eine Richtung ziehen. Man muss bereit sein, alles für die Zuschauer, die Sponsoren, das Logo auf dem Trikot zu tun, um erfolgreich zu sein. Da sollten wir anknüpfen.

... zu den Zielen: Momentan gibt es für mich noch gar keine Ziele, ich bin erst seit gestern beim ERC. Aber wir natürlich nicht schon Anfang März die Playoffs nur noch als Zuschauer verfolgen.

Der Sportdirektor bezieht Stellung

Interviews mit Larry Mitchell lesen Sie in der Neuburger Rundschau und dem Donaukurier, hören Sie auf Radio IN und im Bayerischen Rundfunk und sehen Sie auf intv.

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