Unsere Stadt. Unsere Farben.

Gute Kooperation

Die Eishockeyclubs aus Ingolstadt und Kaufbeuren arbeiten in der Spielerentwicklung zusammen

Der ERC Ingolstadt (DEL) und der ESV Kaufbeuren (DEL2) setzen sich gemeinsam für die Förderung junger Spieler ein. Seit 2015 arbeiten die Clubs zusammen und nach zwei Spielzeiten zeigen sich beide Seiten sehr zufrieden mit der Kooperation. Junge Spieler kamen im Ligabetrieb per Förderlizenz zu Eiszeit und erhielten Trainingseinheiten auf hohem Niveau.

 

Die Förderlizenzspieler

In den vergangenen beiden Saisons kamen per Förderlizenz für den ESV Kaufbeuren zum Einsatz:

Marco Eisenhut (Torwart, 5 Spiele)

Simon Schütz (Verteidiger, 92 Spiele/10 Tore/ 26 Assists)

Fabio Wagner (Verteidiger, 5 Spiele/ 2 Tore/ 1 Assist)

Stephan Kronthaler (Verteidiger, 19 Spiele/ 1Tor/ 1 Assist)

Marc Schmidpeter (Stürmer, 57 Spiele/ 10 Tore/ 12 Assists)

David Elsner (Stürmer, 8 Spiele/ 1 Assist)

Michael Kreitl, Geschäftsführer der ESVK Spielbetriebs GmbH, betont: „Die jungen Spieler vom ERC haben bei uns sehr viel Eiszeit bekommen und sich dadurch sichtbar weiterentwickelt.“ Verteidiger Simon Schütz beispielsweise etablierte sich in Kaufbeuren als feste Stütze. Schütz landete 2016 bei der Wahl zum DEL2-Rookie des Jahres auf dem dritten Rang. Auch in Richtung Ingolstadt fand Bewegung statt, etwa durch die Kaufbeurer Torhüter Marc-Michael Henne und Bastian Kucis. Daneben hatten zuletzt auch die Verteidiger Daniel Haase und Florin Ketterer sowie Angreifer Jonas Wolter eine Förderlizenz für den ERC.


Auch neben dem Sportlichen entwickelte sich eine gelungene Partnerschaft, die mit einem Freundschaftsspiel und gegenseitigen Besuchen der Fanlager mit viel Leidenschaft geführt wurde.
„In dieser Saison wollen wir die Zusammenarbeit sogar noch ausbauen“, sagt Ehrenberger. „Zum Beispiel werden von unserer Seite auch mehr Kaufbeurer Spieler eine Förderlizenz erhalten.“ Zum Auftakt der Mannschaftsvorbereitung kommende Woche werden einige Talente des ESVK bei den Panthern mittrainieren.

 

Zur Förderlizenz:

Unter einer Förderlizenz versteht man ein Zweitspielrecht für einen Spieler in einer weiteren Liga. Laut Durchführungsbestimmungen muss jeder Club der Deutschen Eishockey Liga (DEL) mit einem Club aus der DEL2 kooperieren. Folgende Punkte zur Förderlizenz im Überblick (für Saison 16/17):

  • * Den Regularien nach können nur Spieler mit einer Förderlizenz ausgestattet werden, die nach dem 31. Dezember der jeweiligen Saison das 24. Lebensjahr vollenden. Für die Saison 2016/17 ist also der Geburtsjahrgang 1993 der älteste, der mit einer Förderlizenz ausgestattet werden kann.
  • * Der Spieler muss, entsprechend der Vorschriften des Eishockeyweltverbandes IIHF, für die deutsche Nationalmannschaft spielberechtigt sein.
  • * Der Spieler darf nicht schon mehr als 120 DEL-Spiele bestritten haben.
  • * Jeder DEL-Club muss zu jeder Zeit mindestens drei Förderlizenzspieler lizenziert haben.
  • * Pro DEL2-Club können maximal sechs Spieler mit doppelter Spielberechtigung an einem Spieltag eingesetzt werden. Bei der DEL gibt es keine Beschränkung.
  • * Um für einen DEL2-Club auch in den Playoffs spielberichtig zu sein, muss ein Förderlizenzspieler zumindest 20 Spieler in der Hauptrunde für den DEL2-Club absolviert haben (Torhüter: 300 Einsatzminuten).
  • * Jeder DEL2-Club kann nur einen Partner aus der DEL haben. Ein Wechsel des Partnerclubs ist während einer Saison nicht möglich, ein Spieler kann in einer Saison nicht bei zwei verschiedenen DEL2-Club eingesetzt werden.